


Ein farbenprächtiges Bild Europas
Alsweiler Dorffest
diesmal mit internationalem Anspruch - Der große Umzug mit 25 Gruppen
war der Höhepunkt
Wem über Pfingsten in Alsweiler manches bayrisch oder gar schottisch vorkam, der hatte recht. Denn "ein Dorf Europas" war das Thema beim diesjährigen Dorffest.
"Alsweiler.....ein
Dorf Europas", so das Motto des dritten Dorffestes im Marpinger
Gemeindebezirk. Was die Organisatoren in diesem Jahr wieder auf die
Beine stellten, zog erneut die Massen an und brauchte sich hinter den
großen Volksfesten in den Hauptstädten nicht zu verstecken. Eröffnet
wurde das Spektakel am Samstag mit zünftigem Fassanstich auf dem
Alsweiler Dorfplatz. Die in Vertretung des Schirmherrn Ministerpräsident
Peter Müller anwesende Innenministerin des Saarlandes, Annegret
Kramp-Karrenbauer, stellte in Ihrer Festansprache heraus, dass "ich
es als sehr positiv erachte, dass ein saarländisches Dorf sein Fest
unter ein europäisches Motto stellt". Weiter meinte sie, dass es
heute durchaus nicht mehr selbstverständlich sei, dass sich so viele
Vereine für die Allgemeinheit engagieren.

Beim anschließenden bayrischen Abend kamen die Besucher, was das kulinarische Angebot betraf, voll auf ihre Kosten. es gab Weißbier, Weißwurst mit Brezeln, Sauerkraut uns vieles mehr. Die Vereine erweiterten dieses Angebot um ein Vielfältiges mit eigenen Köstlichkeiten. Für die musikalische Stimmung war "Seven Up" zuständig, die die Besucher mit ihren Rhythmen in die richtige Stimmung versetzten. Auch die "Vielharmonie" sowie der Musikverein Alsweiler trugen mit dazu bei, dass es den Festbesuchern nie langweilig wurde. Besondere Beachtung fand auch der literarische Prolog von Karl-Heinz Kauth.

Beim Festgottesdienst am
Pfingstsonntag hatte Vikar Bernd Seibel die Liturgie des Hochfestes voll
auf das Thema des Alsweiler Dorffestes abgestimmt. Die
Kindergartenkinder demonstrierten bei ihrer Aufführung die
"Einigkeit Europas". Höhepunkt des Alsweiler Dorffestes war
wieder einmal der traditionelle Umzug, bei dem insgesamt 25 Gruppen den
Zuschauern am Wegesrand ein farbenfrohes und getreu dem Motto der
Feierlichkeit auch ein "europäisches Bild" zeigten.
Vive la France:
Mit Baguette und Baskenmütze ausgerüstet und als Computerbildschirm
verkleidet, zogen die Alsweiler Grundschüler durch den Ort.

Vier Musikkapellen
sorgten für den richtigen Ton während des etwa einstündigen Umzuges.
Und auch die Freunde aus der französischen Partnergemeinde Bertrichamps
fühlten sich sichtlich wohl.

Die Lacher auf ihrer
Seite hatten beim Unzug allerdings Wolfgang Trost und seine Freunde, die
als Schotten "verkleidet" dem Publikum die Frage beantworteten
"Was trägt ein Schotte unter dem Kilt?"

Aber auch politische Themen waren im Umzug zu sehen. So stellte die St. Barbara-Bruderschaft Alsweiler provokativ die Frage "Was währe Europa ohne Stahl und Kohle?".
Hollandse Meisjes:
Für das Nachbarland Holland und natürlich auch den Käse steht die weiße
Kappe, die die Alsweiler Frauengemeinschaft mit Vikar Bernd Seibel,
trugen. Ob auch Frau Antje darunter war, konnte bislang nicht geklärt
werden. Auf jeden fall erhielten die Meisjes, wie die Mädchen und
Frauen in Holland liebevoll genannt werden, eine Menge Applaus.

Im Pfarrheim in der Brunnenstraße fand zeitgleich eine große Hobbyausstellung einheimischer Künstler statt. Bei der insgesamt gelungenen Ausstellung konnten sich die Besucher über die vielfältigen Talente der Alsweiler Bürger informieren. Von einzigartigen Malereien und sehenswerten Tonarbeiten, Holzarbeiten bis hin zu detaillierten Schiffsmodellen reichte die Vielfalt der ausgestellten Exponate.

Der Hiwwelhaus-Verein bot in ältesten Bauernhaus des Saarlandes selbstgebackenes Bauernbrot an, das reißenden Absatz fand. Im Festzelt selbst konnten sich die Besucher bei Kaffee und Kuchen über die neueste Mode und die aktuellen Trends bei den Frisuren informieren.

Der Abend stand ganz im Zeichen des Kabaretts. "Schorch Seitz" und die weithin bekannte Musikformation "Saarbrugg Libre" boten ein Programm das keine Wünsche offen ließ und das bei den Besuchern noch lange nachwirken wird.
